Führungsplanspiel "SOLARIS AG" für erfahrene Führungskräfte

Konzept und Lernziele

Führungsplanspiele sind in der Führungskräfteentwicklung relativ neu. Erste Varianten wurden in Deutschland an der Universität Frankfurt in den 1970er Jahren entwickelt (siehe dazu die Publikation von Wolf Rieck: Planspiele im Hochschulunterricht. Frankfurt am Main 1975). Ein aktuelles Konzept mit dem Namen "SOLARIS AG" entstand an der Technischen Hochschule Mittelhessen.

Das Besondere am Führungsplanspiel SOLARIS AG ist die Kombination von "harten" und "weichen" Kompetenzen, weil alle Führungskräfte letztendlich am wirtschaftlichen Erfolg gemessen werden. Sie müssen daher einschätzen können, wie sich ihr Führungsverhalten auf die Umsetzung unternehmerischer Ziele, auf Marktanteil, Produktivität und Rentabilität auswirkt.

Bei diesem Planspiel geht es um die Verbesserung unternehmerischer Führungs- und Umsetzungskompetenzen mit dem Ziel, kaufmännische und technische Prozesse durch effektives Führungsverhalten zu optimieren und unternehmerische Chancen umzusetzen.

Zielgruppe

Erfahrungsgemäß ist der Lernerfolg für jene Teilnehmer am größten, die bereits über ein bis zwei Jahre Führungserfahrung zum Beispiel als Team-, Projekt- oder Gruppenleiter verfügen und sich auf die Übernahme funktionsübergreifender Führungsverantwortung vorbereiten wollen. Zur Zielgruppe gehören auch Beteiligte an Veränderungsprozessen und Projekten zur Qualitätsverbesserung. Betriebswirtschaftliche Vorkenntnisse sind nicht notwendig, hilfreich ist aber ein Einblick in die Steuerungssysteme und grundlegende Kennzahlen eines Unternehmens. Eine typische Zielgruppe sind Teilnehmer eines Executive-MBA (etwa 3 bis 5 Jahre Praxiserfahrung). Eine weniger komplexe Variante ist das Führungsplanspiel "CREARIS AG" (Link)

Inhalt und Ablauf

Dieses Führungsplanspiel simuliert ein Unternehmen, das von einem kaufmännischen und von einem technischen Direktor geleitet wird. Beide vereinbaren strategische und operative Ziele mit dem Vorstandsvorsitzenden und delegieren Aufgaben und Ziele an ihre Mitarbeiter. Der Führungserfolg wird zum einen mit Kennzahlen (Produktivität und Rentabilität) und zum anderen an der Effektivität des Führungsverhaltens der Manager gemessen. Der Zusammenhang von effektiver Führung und wirtschaftlichem Erfolg ist für die Teilnehmer immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis.

Das Unternehmen produziert Windkraftanlagen aus Generator, Solarzelle und Silberdraht mit einer Höhe von ca. 25 cm nach einem Konstruktionsplan. Gelegentlich ändern sich die Erwartungen der Kunden; folglich müssen alle Prozesse angepasst oder neu organisiert werden. Der gesamte Geschäftsprozess ist auf einem „Spielbrett“ als haptisches Planspiel nachvollziehbar abgebildet. Erfahrungsgemäß ist der wirtschaftliche Erfolg umso größer, je besser es gelingt, die technische und die kaufmännische Abteilung so zu führen, dass bestehende Prozesse kontinuierlich optimiert und unternehmerische potentiale umgesetzt werden. Erfolgskritisch ist auch die effektive Koordination beider Unternehmensfunktionen zur Realisierung der Unternehmensziele.

Ergebnisse

Verbesserung der Führungskompetenzen mit dem Ziel, den kaufmännischen und zugleich den technischen Prozess zu optimieren und beide Prozesse so zu koordinieren, dass Potentiale zur Umsatzsteigerung und Kostensenkung erkannt und umgesetzt werden. In diesem Führungsplanspiel übernimmt jeder Teilnehmer die Verantwortung als Leiter der technischen oder der kaufmännischen Abteilung oder als Vorsitzender der Geschäftsleitung. Dabei trainiert er wichtige Führungskompetenzen wie zum Beispiel Planung und Organisation, Zielvereinbarung, Delegation, Überzeugungskraft, Motivation, Durchsetzungsfähigkeit oder Konfliktmanagement. Zur Effektivität seines Führungsverhaltens bekommt er gezieltes Feedback und Verhaltensempfehlungen von den anderen Teilnehmern und vom Seminarleiter. Jede Führungskraft erlebt in diesem Führungsplanspiel eindrucksvoll, wie sich ihr Führungsverhalten auf die Leistung der Mitarbeiter auswirkt.

Als wirtschaftliche Basis des Planspiels dient ein Spielbrett, wie auch in anderen haptischen Planspielen. Dieses sieht wie folgt aus:

Abbildung: Spielbrett des Führungsplanspiels "SOLARIS AG"

 

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